Schäuble jagt Steuerflüchtlinge in Singapur
Wie die BILD-Zeitung meldet, strebt Finanzminister Wolfgang Schäuble mit dem asiatischen Stadtstaat Singapur ein Auskunftsabkommen an.

Singapur will das Geld gar nicht
Singapur will sein Image als legaler Finanzplatz pflegen. Dazu verfolgt man eine „Weissgeldstrategie“. Das ist Ravi Menon, Managing Director der Singapurer Finanzaufsicht, wichtig. Der Aufseher warnte neu ausgebildete Mitarbeiter vor dem steigenden Risiko durch unversteuerte Gelder, wie die Neue Züricher Zeitung meldete. Schweizer Banken mit Filialen in Singapur bemerkten zuletzt immer mehr Gegenwind. Vielleicht zieht die Karawane derjenigen, denen sogar 25 Prozent Steuer auf Erträge aus illegal erworbenem Geld zu viel sind, bald weiter nach Hongkong.
Kommt, kommt nicht, kommt…
Tragisch für deutsche Steuerhinterzieher: Das Abkommen mit der Schweiz kommt möglicherweise gar nicht in der geplanten Form zustande, da den Beführwortern im Bundesrat die Mehrheit zu fehlen scheint. Die Sozialdemokraten wollen das Abkommen mit der Schweiz stattdessen nachbessern. Die Schweizer sehen in der Quellenbesteuerung den richtigen Weg. In Deutschland will zumindest die Opposition Steuersünder nicht davon kommen lassen. Dazu dienen in der Regel Informationsabkommen der Länder, wie jetzt mit Singapur.
Artikelbild: Wiki Commons. Parlament vor Skyline. Daniel Berthold.

